Entstehungsgeschichte des digitalen Nachlassdienstes

Neue Ideen für eine digitale Zeit.

Logo digitaler Nachlassdienst

Einleitung zur Dienstleistung

Im Jahr 2018 befand sich der Firmengründer der dig-IT GmbH in einer Phase der beruflichen Neuorientierung. Geprägt durch eine Tragödie im Bekanntenkreis entstand die Idee, den ersten digitalen Nachlassdienst der Schweiz zu lancieren. 

Nachfolgend eine Erzählung aus der persönlichen Perspektive.

Der Wunsch nach Neuem

Im Jahr 2018 war es für mich an der Zeit für grundlegende, berufliche Überlegungen. Nach 25 Jahren in unterschiedlichen Anstellungen in der Informatik entschloss ich mich den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen und neue Wege zu gehen. 

Dass ich auch in Zukunft auf die Informatik setzen würde war klar – schliesslich begleitet mich diese Thematik nun schon mein gesamtes Berufsleben. Es schien mir jedoch wichtig, mich in Zukunft vermehrt Herzensangelegenheiten zu widmen. Das Wollen und die Sinnhaftigkeit sollten in Zukunft im Zentrum meines Tuns stehen. 

Philipp Weber - Inhaber der dig-IT GmbH
Philipp Weber - Inhaber der dig-IT GmbH

«Das Leben ist vergänglich.»

Schicksalstage

Geprägt wurde die Idee vom digitalen Nachlassdienst erstmals im Jahr 2014. Bereits damals war ich, wie so viele andere auch, bereits häufig auf Social-Media-Kanälen unterwegs. Eines Tages, und ohne es anfangs zu bemerken, passierte Dramatisches. Eine mit mir auf Facebook befreundete Person nahm sich das Leben. 

Zu Beginn bemerkte ich das gar nicht. Erst als sich vermehrte Aktivität auf deren Profil einstellte und dieses dadurch immer häufiger in der Timeline auftauchte, wurde ich aufmerksam. Als ich mich einzulesen begann, wurde mir die Tragödie erst richtig bewusst. Es waren die Eltern der verstorbenen Person, die auf besagtem Profil posteten.

Mir stockte der Atem – ich kannte die verstorbene Person und deren Eltern noch aus meiner Jugendzeit. Ein kalter Schauer lief mir beim Lesen der Zeilen über den Rücken und ich fühlte tiefe Trauer. Wie schrecklich es den Eltern mit diesem Verlust gehen musste, konnte ich als Vater eines Sohnes nur erahnen. Was gibt es schlimmeres als das eigene Kind zu verlieren?

Die Zeilen der Eltern zeugten von Schmerz und tiefer Verzweiflung. Sie hatten den Verlust Ihres Kindes zu beklagen – doch damit nicht genug. Neben der Trauerarbeit sowie den zu dem Zeitpunkt anstehenden administrativen Aufwänden kämpften sie zu allem Überdruss noch mit technischen Herausforderungen. 

Die Eltern baten die Online-Gemeinde, nicht mehr auf besagtem Profil zu posten. Gleichzeitig kamen Fragen auf, wie man das Facebook-Profil löschen könnte – und ob jemand wisse, wie man ohne Zugangsdaten auf den Desktop-PC und dessen Datenbestände zugreifen könnte. Gut gemeinte Ratschläge folgten – doch die Verwirrung schien im Nachhinein oft noch grösser als zuvor. Ich fühlte die Überforderung in den Worten der Eltern und begann mich zu fragen, ob und wie man Angehörigen in solchen Situationen helfen könnte – eine solch tragische Situation kann ja schliesslich jeden von uns treffen. 

Zu besagter Zeit war ich noch in einer hektischen Arbeitsstelle eingebunden. Mein Fokus lag dem entsprechend auf meiner beruflichen Tätigkeit.

Vier Jahre später, im Jahr 2018 stand ich dann in einer Phase der beruflichen Neu- bzw. Umorientierung. Ich wusste, dass ich mich nach Möglichkeit selbständig machen wollte. Auch wusste ich, dass ich etwas machen möchte, was Menschen wirklich hilft. Ich erinnerte mich zurück an mein Erlebnis im Jahr 2014 und meine Gedanken begannen sich mit der erlebten Situation auseinanderzusetzen. Je länger ich mich mit der Thematik beschäftigte, desto klarer wurde mir, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die Idee des digitalen Nachlassdienstes war im Begriff geboren zu werden.

Ich setzte mir zum Ziel, Wege zu finden, die nachhaltig aus dieser Misere führten und den betroffenen Personen Hand bieten können. Ich wollte den ersten digitalen Nachlassdienst der Schweiz ins Leben zu rufen, um in solchen Situationen aktive Hilfe bieten zu können. 

Aller Anfang ist schwer – erste Schritte

Nachdem der Entschluss gefasst war, stand eine zentrale Fragestellung im Raum: „Wie bereinigt man digitales Erbe?“ – Um mich diesem Fragenkomplex zu nähern begann ich mit dem Naheliegenden. Ich wollte versuchen, lokale Daten die sich auf einem passwortgeschützten System liegen zu sichern. 

Hierfür bereitete ich mehrere Testsysteme vor und versuchte die Passwortsperre zu umgehen. Dank meiner langjährigen Erfahrung mit Computersystemen gelang mir dies mit einigen Kniffen und Tools einigermassen rasch. – Innerhalb kurzer Zeit gelang es mir auf haushaltsübliche Systeme (sei es MAC oder Windows) zuzugreifen und die Daten auf einen externen Datenträger herunterzuladen. An verschlüsselten Systemen jedoch biss ich mir die Zähne aus. 

Einen Teilerfolg konnte ich also verbuchen – doch der beschrittene Weg schien nicht optimal zu sein. Dies, da ich die Aufwände für den Datenzugriff im Vorfeld nicht abschätzen konnte. Zudem konnte ich auch keine Erfolgsgarantie abgeben. Als Basis für eine nachhaltige Dienstleistung war reaktives Vorgehen also wenig zielführend. Neue Überlegungen waren gefragt.

Erste Erkenntnisse

Das reaktive Vorgehen führte also nur bedingt zum gewünschten Erfolg. Mir wurden zunehmend juristische Aspekte bewusst, die es ebenfalls zu berücksichtigen gab. Mit der Zeit erkannte ich, dass ein digitaler Nachlassdienst nicht nur auf einer technischen, sondern unbedingt auch auf einer juristischen Sphäre fussen musste, um nachhaltig aufgestellt zu sein. Ein System zu hacken konnte nicht der Weg sein – aktive Planung und Vorsorge schien mir seriöser und effizienter. 

Als Konsequenz aus diesen Erkenntnissen begann ich Gespräche mit Juristen zu führen, um mich mit ihnen über die offenen Fragestellungen auszutauschen. Das Interesse an der Thematik war offensichtlich vorhanden.

«Verschlüsselungen sind auf dem Vormarsch. Der Vorteil: Sie schützen unsere Privatsphäre. Der Nachteil: Der Zugang für Erben wird ggf. verunmöglicht.»

Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Basierend auf den ersten Erkenntnissen wurden die Kernleistungen des digitalen Nachlassdienstes verfeinert und ausgebaut. Dabei entstand das Drei-Säulen-Prinzip auf welchen der digitale Nachlassdienst der dig-IT heute basiert.

Digitale Vorsorge

Digitale Willensvollsteckung

Ungeregelte Nachlässe

«... und was passiert mit Ihren

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